CE-Prüfzeichen




CE-Prüfzeichen
Es geht um Ihre Sicherheit. Das CE-Prüfzeichen ist für Sie da, damit Sie wissen, was Sie beim Einkaufen bekommen. Das ist eine Garantie, dass die Ware einen gewissen, festgelegten Standard erreicht. Für Motorradbekleidung und andere Schutzausrüstung werden für dieses Prüfzeichen umfassende und unabhängige Prüfungen verlangt.
Warnung vor falschen Prüfzeichen!
Ja, das ist leider wahr. Viele Hersteller stellen auch falsche Prüfzeichen her. Hier sind einige Beispiele von Informationen, die bei echten Prüfzeichen dabei sein müssen. Alle geprüften Produkte müssen mit dem CE-Symbol gekennzeichnet sein und die beiliegenden Informationen müssen in der jeweiligen Landessprache sein. Die Verbraucherinformation soll auch angeben von welchem Institut die Prüfung ausgeführt und das Prüfzeichen ausgestellt worden ist, mit Name und ID-Nummer. Name, Warenmarke oder andere Merkmale des Produktes sollen außerdem deutlich gekennzeichnet sein. Jeder Protektor soll ein Kennzeichen des aktuellen Protektortyps aufweisen. Die Nummer des aktuellen Europastandards soll ebenfalls angegeben sein (z.B. EN 1621-1) Sind diese Angaben im Lieferumfang nicht enthalten, ist das eventuell vorhandene Prüfzeichen wahrscheinlich nicht echt. Sind die Angaben trotzdem da, ist es immer noch keine Garantie, aber trotzdem eine Hilfe, um festzustellen, ob das Prüfzeichen echt ist.

Die richtige Größe ist wichtig
Damit die eingebauten Protektoren ihre korrekte Schutzwirkung haben und die Reibfestigkeit und Funktion der Kleidung richtig funktionieren, ist es wichtig, dass die Kleidung richtig sitzt. Probieren Sie sie lieber noch einmal an und zögern Sie nicht, uns bei der Suche um Rat zu fragen.
CE-Kennzeichnung in der Praxis
Hier ist eine kurze Zusammenstellung mit Beispielen für die Forderungen der CE-Prüfzeichen verschiedener Standards, speziell für Motorrad-Schutzbekleidung. Das Kennzeichen und die Prüfungen sind dazu da, um zu zeigen, dass die zum Verkauf angebotenen Kleidungsartikel und Zubehören mit Schutzfunktion, einen gewissen Standard erfüllen.

EN 1621-1
Schutz gegen mechanische Einwirkung auf Motorradfahrer

Separate oder kombinierte Protektoren für Schulter, Ellbogen, Hüfte und Knien – die am häufigsten gefährdeten Körperteile.
Außer den unten beschriebenen Testkriterien, gibt der Standard auch ihre Form an und wie große Flächen sie zu decken haben.

Testmethode: Die verschiedenen Protektoren werden mit einem Stahlgegenstand neun Mal auf verschiedenen Stellen angeschlagen, entsprechend eine Kraft von 50 J. Der Mittelwert der auf der anderen Seite gemessenen Kraft dieser Schläge darf nicht mehr als 35 kN betragen. Und kein einzelner Schlag darf 50 kN überschreiten. Um ein CE-Prüfzeichen zu erhalten, muss jeder Protektor diese Forderungen erfüllen.

EN 1621-2
Rückenprotektor für Motorradfahrer

Der Rückenprotektor soll Wirbelsäule und umliegende Weichteile gegen Stöße und Schläge schützen. Die Tests simulieren Stürze gegen Pflastersteine und Kanten. Für das Prüfzeichen stehen auch Forderungen an Passform und Tragekomfort, so dass ein genügend großer Teil des Rückens vom Protektor bedeckt ist. Der Standard hat zwei Stufen.

Testmethode: Bei der Prüfung wird der Protektor mit einem Stahlgegenstand in der Form eines Pflastersteines angeschlagen, auf mindestens fünf Punkten des Protektors und einzelne Schläge extra auf erfahrungsgemäß schwache Stellen. Um die Anforderungen des höheren Standards (Level 2) gerecht zu werden, soll die Energie der Schläge 50 J entsprechen. Der Mittelwert aller Schläge, gemessen an der Innenseite des Protektors, darf 9 kN nicht überschreiten. Und kein einzelner Schlag darf 12 kN überschreiten. Für „Level 1“ darf der Mittelwert 18 kN nicht überschreiten und kein einzelner Schlag 24 kN.

EN 13634
Schutzbekleidung für den Fuß für professionelle Motorradfahrer

Die Forderungen bei der CE-Prüfung eines Stiefels umfassen die Qualität des Materials, Steiffestigkeit und Widerstand gegen Reibung, Penetration und Reißen. Auch dieser Standard ist in zwei Stufen eingeteilt.

Testmethode: Reibungswiderstand ist wichtig und wird wie für die EN 13595-2 getestet, gegen eine Schleifrolle. Die Außenseite muss für „Level 1“ fünf Sekunden aushalten. Für „Level 2“ werden ganze zwölf Sekunden verlangt.
Schnittwiderstand wird auch geprüft und die Sohlen sollen außerdem gegen Chemikalien, Öl und Benzin resistent sein. Das Prüfzeichen wird mit oder ohne Protektoren für Fußgelenke und Schienbein ausgestellt.
Unsere Stiefel von Lindstrands sind auch gegen Schläge und Stöße nach „Level 1“ geprüft.

EN 13595-1 bis zu EN 13595-4
Schutzkleidung für professionelle Motorradfahrer – Jacke, Hose und Vollkörperanzug

Der Standard für Schutzkleidung ist auf jene Kategorie ausgerichtet, die sich die meiste Zeit im Verkehr bewegen, professionelle Fahrzeugführer. Für alle, die den besten Schutz wollen, ist dieser Standard selbstverständlich ebenfalls interessant. Außer Reibungstests werden auch hohe Ansprüche an Passform und die Form der Kleidung gestellt. Ein wichtiger Aspekt ist, dass sie so sitzen, wie es gedacht ist – auch in Unfallsituationen.
Der Standard hat zwei Stufen: „Level 1“ ist die etwas einfachere Variante, die etwas Schutz bietet. „Level 2“ ist etwas härter ausgelegt und verlangt mehr von der Schutzfunktion der Kleidung.

Testmethode: Um diese Prüfung zu bestehen, wird die Kleidung bei der Prüfung mehreren Tests ausgesetzt, wie Abriebfestigkeit, Zug- und Reißfestigkeit und Berstwiderstand. In den Reibungstests wird die Kleidung einfach gegen eine Schleifrolle gehalten und die Zeit gestoppt. Normaler Textilstoff ist in weniger als eine halbe Sekunde durch. Für „Level 1“ sollen Zonen 1 und 2 (die meist gefährdeten auf dem Körper) vier Sekunden halten. Für „Level 2“ sollen Zone 1 und 2 sieben Sekunden halten! Das entspricht etwa die Zeit, die der Fahrer nach einem Sturz bei 110 km/h auf dem Boden rutscht.
Wie tief in das Material eine Messerspitze mit einer angegebenen Kraft eindringen kann, entscheidet der Penetrationswiderstand. Zug- und Berstwiderstand wird beim Dehnen gemessen, bis Material, Reißverschluss oder seine Befestigungen reißen. Ein gewisser Druck gibt die erforderte Grenze an.

EE-NORM bei Helmen …oder warum es ein neuer Helm sein sollte!

Die ECE (Economic Comission for Europe) hat mit der Regel Nr.22 eine einheitliche Vorschrift für Motorradfahrer geschaffen.

Vorab zur Info:
Diese aktuelle ECE R 22.05 Norm gilt schon seit 2002!

Eben dieses ECE-Siegel, welches bei Helmen im Innenfutter oder auf dem Kinnriemen eingenäht ist, besagt, dass genau dieser Helm alltagstaugliche, standardisierte sowie im Labor getestete Schutzwirkungen besitzt.

Ein spezieller Hinweis: Helme ohne dieses ECE-Siegel dürfen in Deutschland nicht verkauft werden!

Bitte beachten Sie deshalb, dass der Helm – wird er online angeboten – und Sie möchten diesen erwerben, unbedingt mit diesem gültigen Prüfsiegel ausgezeichnet ist!

Bei Verkehrskontrollen – auch im Ausland – wird geprüft, ob der Helm eben dieses ECE-Siegel trägt. Falls das nicht der Fall sein sollte, so kann das Fehlen des Siegels nicht ganz unerhebliche Strafen nach sich ziehen!

Italien
z.B. verweist bei der Helmtragepflicht ganz eindeutig auf die Verwendung von Helmen
die der ECE 22 entsprechen - die 05er Fassung ist derzeit nicht zwingend!
Allerdings drohen denjenigen hohe Strafen, die nicht mit ECE-konformen Helmen wie Basecaps oder Stahlhelmen unterwegs sind.

Frankreich
bezieht sogar sich auf einen Passus in der Helm-Prüfnorm ECE 22-05,
wonach einzelne Länder die Verwendung reflektierender Aufkleber verlangen können. Laut Auskunft des ADAC-Rechtsexperten bezieht sich diese Verordnung aber nur auf den Vertrieb von Motorradhelmen in Frankreich. Bei Fahrten in Frankreich ist lediglich vorgegeben, dass die Helme nach der ECE 22-04 oder -05 beglaubigt sein müssen. Ein nachträgliches Anbringen von Reflexstreifen ist nach Auffassung des Auslandsjuristen nicht zwingend erforderlich.



Deshalb schauen Sie beim Kauf eines Helmes besser 2 x hin und fragen Sie nach!
Wenn Sie wirklich sicher gehen wollen, dass Ihnen nicht ein „Kuckucksei“ untergeschoben werden soll, dann gehen Sie lieber gleich zu einem seriösen Händler und kaufen besser nicht beim "BilligMeier"! Wenn´s auch mal ein paar Euros mehr kostet… aber dafür bekommen Sie den entsprechenden Service geboten und haben durchaus die Gewähr auf eine unkomplizierte Abwicklung bei Garantieleistungen.


Sind Sie nun nachdenklich sowie unsicher geworden und stellen jetzt fest, dass Ihr alter – vielleicht auch Lieblingshelm – diese Norm nicht erfüllt…dann sollten Sie eventuell doch mal über einen neuen Helm nachdenken! Aber auch Helme, die diese Siegel besitzen, jedoch schon älter als 4-5 Jahre sind und / oder in einen Unfall verwickelt waren, bei dem der Helm seine Schutzwirkung unter Beweis stellen musste, gehören erneuert. Denken Sie dabei bitte in erster Line an sich oder denjenigen, der diesen Helm tragen soll!
Helme unterliegen, wie auch wir, einem Alterungsprozess. Da kann das verwendete Material und die Technik noch so innovativ sein… Der Zahn der Zeit nagt!
Hitze, UV-Strahlung, Aushärtung oder einfach nur falsche Behandlung macht den Helmen zu schaffen und lässt sie den Schutz nicht mehr erbringen, wenn´s wirklich mal notwendig sein sollte.

Deshalb…
Prüfen Sie bitte die Außenschale des Helmes nach tiefen Kratzern, Rissen oder Lackabsplitterungen. Trägt der Helm solche Makel? Weg damit!
Wackelt der Helm mittlerweile auf Ihrem Kopf und lässt er sich, obwohl der Kinnriemen geschlossen ist, hin- und herschieben oder gar abnehmen? Weg damit!
Hat das Innenleben des Helmes bröselige Stellen, Risse oder weist der Helm im wahrsten Sinne des Wortes schon ein „Innenleben“ auf? Weg damit!
Ist der Kinnriemen des Helmes schon völlig zerfasert, baumeln stellenweise einzelne Fäden und hängt nur noch in fetzigen Streifen herunter?Weg damit!
Hält der Verschluss nicht mehr, was er eigentlich verschlossen halten sollte oder klemmt er schon zu sehr? Weg damit!
Schießt bei einem Klapphelm das Kinnteil nicht mehr reibungslos oder müssen Sie sogar Gewalt beim Schließen anwenden?Weg damit!
In diesem Sinn – immer gut behütetet fahren und mit viel Spaß dabei ;-)

Materialien

Klimamembrane Oberstoffe Helme Normen

Allgemein